Volkswagen Halle feiert 25. Geburtstag

Die Volkswagen Halle. ©Braunschweiger Veranstaltungsstätten/Philipp Ziebart
Die Volkswagen Halle. ©Braunschweiger Veranstaltungsstätten/Philipp Ziebart

Das „Braunschweiger Modell“ war eine bundesweit einzigartige Konstruktion

● Privatwirtschaftliche Initiative
● Bau dauerte nur ein Jahr

Ein Juwel der Stadt feiert in diesen Tagen 25-jähriges Bestehen. Die am 20. September 2000 eröffnete Volks­wagen Halle hat Braun­schweig als Veran­stal­tungsort auf ein neues Level gehoben und damit die Lebens­qua­lität der Menschen im Braun­schwei­gi­schen verbes­sert, jeden­falls von all jenen die an großen Shows, Konzerten und Sport­ver­an­stal­tungen inter­es­siert sind. Die Begeis­te­rung für die Volks­wagen Halle ist auch nach 25 Jahren ungebro­chen.

Dabei ist die Existenz der multi­funk­tio­nalen Arena alles andere als eine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Sie weist vor allem drei maßgeb­liche Beson­der­heiten auf:

Erstens war es eine privat­wirt­schaft­liche Initia­tive, die die Finan­zie­rung über die „Stiftung Sport und Kultur für Braun­schweig“ sicher­stellte. Dahinter standen die Norddeut­sche Landes­bank, die Volks­wagen AG, die Richard Borek GmbH & Co. KG und die Öffent­liche Versi­che­rung. Das sogenannte „Braun­schweiger Modell“ war eine bundes­weit einzig­ar­tige Konstruk­tion. Im Jahr 2014 ging die Volks­wagen Halle in das Eigentum der Stadt über. Das Kapital wurde der heutigen Braun­schwei­gi­schen Stiftung zugeschlagen.

Zweitens wurde das Großpro­jekt im gesteckten Zeitrahmen reali­siert. Damit bildet die Volks­wagen Halle bis heute eine rühmliche Ausnahme von den üblichen Bauver­zö­ge­rungen bei Vorhaben im öffent­li­chen Raum. Von der Grund­stein­le­gung am 20. September 1999 bis zur Eröffnung unter dem Motto „Auftakt Braun­schweig-XXL‑1“ vergingen gerade einmal zwölf Monate. Die Stadt hatte den Baugrund, auf dem ehemals Gleise zum Alten Bahnhof führten, freige­halten für ein Leucht­turm-Projekt, das die Volks­wagen Halle schließ­lich darstellte. Den Bau in Rekord­zeit schafften 220 Beschäf­tigte aus 70 überwie­gend regio­nalen Unter­nehmen.

Drittens gelang es, die durch die Initia­toren zur Verfügung gestellten Finanz­mittel von 15 Millionen Euro nicht zu überschreiten. Bereits 1992 hatte es erste Bestre­bungen gegeben, eine große Veran­stal­tungs­halle in Braun­schweig zu errichten. Die Kommune war aber wirtschaft­lich nicht in der Lage, so ein Projekt zu stemmen. Erst die Idee, eine privat­wirt­schaft­liche Stiftung für den Bau zu gründen, brachte den Durch­bruch. Die Stadt zeichnete für den Außen­be­reich verant­wort­lich und inves­tierte 4,5 Millionen Euro. Von 2006 bis 2008 moder­ni­sierten Stiftung und Stadt gemeinsam die Volks­wagen Halle für weitere sieben Millionen Euro. Unter anderem erhielt die Arena mit dem Vorbau ein markantes Gesicht. Vor allem aber wurde die Aufent­halts­qua­lität für die Besucher verbes­sert.

Dank der unermüd­li­chen Initia­tive für eine große Veran­stal­tungs­halle von vor allem Dietrich Fürst (1935–2014, damals General­be­voll­mäch­tigter der Nord/LB) können in Braun­schweig kultu­relle und sport­liche Groß­veranstaltungen statt­finden, die die Braun­schwei­gi­sche Identität stärken. Die Erfolgs­ge­schichte der Volks­wagen Halle ist noch lange nicht zu Ende geschrieben.

Total
0
Shares
Prev
Abstufung hätte negative Folgen 
Tourismus-Flugzeug nach der Landung. ©BiF

Abstufung hätte negative Folgen 

Forschungsflughafen ist mehr als das, was die Bilanz widerspiegelt ●

Nächste
„Es herrscht Alarmstufe rot“
Lars Alt, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands ©BiF

„Es herrscht Alarmstufe rot“

Lars Alt, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands, im Interview ●

Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren
Total
0
Share