Die Unzufriedenheit mit SPD-Bezirksbürgermeister Ulrich Volkmann im Bezirksrat Hondelage-Volkmarode wächst
Ein Bezirksbürgermeister repräsentiert seinen gesamten Bezirk und nicht nur die eigene Partei oder deren Wähler. Demzufolge sollte ein Bezirksbürgermeister grundsätzlich überparteilich agieren und zum Wohl aller Bürger handeln – auch wenn er von einer bestimmten Partei nominiert wurde. Das ist politischer Konsens, aber im Bezirksrat Hondelage-Volkmarode wächst der Unmut gegenüber dem selbstherrlichen Bezirksbürgermeister Ulrich Volkmann (SPD), der diesen Grundsatz aus Sicht der CDU-Bezirksratsfraktion häufig verletzt.
Volkmann wurde 2011 erstmals zum Bezirksbürgermeister des damaligen Bezirks Volkmarode-Schapen-Dibbesdorf gewählt und 2021 einstimmig als Bezirksbürgermeister des vergrößerten Bezirks Hondelage-Volkmarode bestätigt. Er hatte also auch im guten Glauben die Stimmen der CDU erhalten. Von 1989 bis 2011 war Horst Schmidt (CDU) in Volkmarode Bezirksbürgermeister und von 1974 bis 2011 Jörg Gille (SPD) in Hondelage. Beide waren hoch angesehen und galten über alle Parteigrenzen hinweg als unvoreingenommene, vorbildliche „Kümmerer“ für alle Einwohner ihrer Bezirke.
Strammer „Parteisoldat“
Volkmann macht dagegen immer mehr auch angesichts diverser inakzeptabler Social-Media-Einlassungen den Eindruck eines strammen „SPD-Parteisoldaten“. Der aktuelle Anlass der Kritik an ihm ist sein Widerstand gegenüber einem sinnvollen CDU-Vorschlag, der eine Hecke als Windschutz entlang der Schapenstraße zwischen Schapen und Volkmarode vorsah. Den entsprechenden Antrag hatte die CDU-Fraktion im November 2024 gestellt. Auf der viel befahrenen Verbindungsstraße kommt es immer wieder zu heftigen Schneeverwehungen, die das Befahren der Straße zur Gefahr machen. Die CDU sah sich durch die Zustände am Freitag, 9. Januar, bestätigt.
„Schon am ersten Tag des wesentlichen Schneefalls in diesem Jahr geschah, was jedes Mal geschieht. Die Schapenstraße wurde von Schneeverwehungen bedeckt und war schwer passierbar, während andere große Straßen schon wieder besser befahrbar waren“, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU-Bezirksratsfraktion. Um dieses Problem nachhaltig zu verringern, hatte die CDU die Anpflanzung einer Hecke vorgeschlagen. Sowohl, um die Windlast an der Strecke zu verringern, die auch jenseits von den Schneeverwehungen ein Problem ist, als auch zur ökologischen Bereicherung und zum Schutz der Felder.
Der Antrag wurde mit links-grüner Mehrheit abgelehnt. Besonders Bezirksbürgermeister Volkmann sprach sich gegen die Hecke aus, unter anderem mit dem unzutreffenden Argument, sie würde den Boden der angrenzenden Felder austrocknen. Auch der Einwand des CDU Fraktionsvorsitzenden Dr. Volker Garbe, promovierter Agrarwissenschaftler, dass das Gegenteil der Fall und es wissenschaftlich belegt sei, dass Hecken die Verdunstung am Boden gerade verringern und sich allgemein positiv auf den Boden und vor allem auf die Biodiversität auswirkten, konnte den unsinnigen Widerstand nicht überwinden.
Von Unkenntnis geprägt
Bezirksbürgermeister Volkmann, der von der CDU auch für seine häufig unausgewogene Sitzungsleitung kritisiert wird, habe die Fachkompetenz aus parteitaktischen Gründen vom Tisch gewischt und zum Nachteil der Bürgerinnen und Bürger entschieden. Gerade angesichts des kürzlichen Schneechaos‘ mit erheblichen Schneeverwehungen werde die von Unkenntnis geprägte Fehleinschätzung des Bezirksbürgermeisters Volkmann und seiner rot-grünen Mehrheit überdeutlich.










