Muss das wirklich alles sein?

Die VELOLEO-Räder an der Ecke Schild/Kannengießerstraße.
Die VELOLEO-Räder an der Ecke Schild/Kannengießerstraße. ©BiF

Bürger fragen sich, ob die Stadt immer sorgsam mit Steuergeld umgeht

● Vollzeitstelle für TikTok
● Kommunaler Fahrradverleih

Der Stadt Braun­schweig drohen bis zum Jahr 2029 Verbind­lich­keiten von bis zu zwei Milli­arden Euro. Angesichts dieser extremen Verschul­dung stellen sich viele Bürger bei einigen Projekten die Frage, ob das wirklich alles sein muss, oder ob das Geld nicht an anderer Stelle besser verwendet werden könnte und ob die Stadt nicht sorgsamer mit dem ihm anver­trauten Steuer­geld umgehen sollte. Sparwille ist nicht erkennbar, deswegen zeigen wir einige Beispiele von vielen auf, die in der jüngeren Vergan­gen­heit in der Bevöl­ke­rung kritisch disku­tiert wurden:

Seit Anfang des Jahres hält die Stadt Hunderte von Fahrrä­dern an vielen Stellen vor. Das stadt­weite Fahrrad­ver­leih­sys­tems (1 Euro für die ersten 30 Minuten) heißt „VELOLEO“. Perspek­ti­visch sollen es 800 Fahrräder an 80 verschie­denen Stand­orten werden. Alle Stationen sollen dann in einem einheit­li­chen Design beschil­dert und markiert werden. Das, was Besucher der Stadt aber vor allem wahrnehmen, sind Menschen auf E‑Scootern, die kommer­ziell betrieben werden. Die kommu­nalen Fahrräder fristen dagegen ein Mauer­blüm­chen­da­sein, werden dem Anschein nach nur wenig genutzt. Da stellt sich die Frage nach der Relation zwischen Kosten und Nutzen.

Die Stadt Braun­schweig ist im Zuge ihrer Öffent­lich­keits­ar­beit in den sozialen Medien gut vertreten. Neu ist jetzt, dass die Stadt auch einen Kanal auf der chine­si­schen Social-Media-Plattform TikTok bespielen will. Dafür hat sie eine Vollzeit­stelle ausge­schrieben. Unabhängig, ob das zusätz­lich zu Facebook und Instagram notwendig ist, um die Menschen zu erreichen, stellt sich die Frage, ob TikTok seriös genug ist für die Stadt Braun­schweig. Auf der Plattform werden bekannt­lich besonders viele Falsch­mel­dungen und auch pro-russische Propa­ganda geteilt. Sollte die Stadt also tatsäch­lich auch noch auf TikTok aktiv werden

Der Bund der Steuer­zahler hatte die kommunale Förderung für den Erwerb von Lasten­rä­dern in Braun­schweig bereits im vergan­genen Jahr als unsinnige Klien­tel­po­litik und Verschwen­dung von Steuer­geld kriti­siert. Im sogenannten Schwarz­buch gebührte Braun­schweig eine unvor­teil­hafte Spitzen­po­si­tion. Die Stadt hält trotzdem unver­drossen an dem ideolo­gi­schen Wunsch­pro­jekt der rot-grünen Ratsmehr­heit fest. Knapp 100.000 Euro werden für Förderung und dazuge­hö­rige Bürokratie aufge­wendet. Ein grobes Missver­hältnis, heißt es im Schwarz­buch.

Was sagen Bürgerinnen und Bürger dazu?

Seit Ende 2021 stehen an einigen Orten in Braun­schweig Bänke mit der Aufschrift „Kein Platz für Rassismus“. Jetzt sollen nach dem Wunsch des Stadt­be­zirksrat Westli­ches Ringge­biet weitere Bänke mit politi­scher Botschaft dazukommen. Orange­farben sollen sie sein und mit der Aufschrift „Kein Platz für Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ sowie mit Kontakt­daten für Hilfe und Beratung versehen sein. Laut Stadt­ver­wal­tung kostet die Instal­la­tion einer handels­üb­li­chen Sitzbank inklusive eines Abfall­ei­mers etwa 6.000 Euro. Sollte die Finan­zie­rung durch Mittel des Stadt­be­zirks­rates sicher­ge­stellt und ein geeig­neter Standort in Absprache mit der Verwal­tung festge­legt werden, könne die Aufstel­lung veran­lasst werden.

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