Verwaltung geht Hinweisen von Bürgern offenbar nur unzureichend nach
● Priorität in der Innenstadt
● Zu wenige Saisonkräfte
Während in der Innenstadt Braunschweigs Bemühungen der Stadtverwaltung erkennbar sind, lässt die Grünpflege in den Stadtteilen zu wünschen übrig. Die Bürger beschweren sich zunehmend über ein ungepflegtes Erscheinungsbild der öffentlichen Bereiche bis hin zu möglichen Gefahrenstellen durch mangelhaften Rückschnitt oder Beseitigung von Unkraut. Betroffene Bürger berichten, dass die Stadt ihren Hinweisen, wenn überhaupt, nur schleppend nachgeht.
Wildkraut wächst unbeachtet – Stadtteile warten auf Pflege
Die Stadt konzentriert sich offenbar bei ihrem Wildkrautprojekt auf die innerstädtischen Bereiche. Zehn Saisonkräfte von April bis November werden dort eingesetzt, um die Verkehrssicherheit, die Substanz von befestigten Verkehrsflächen und ein geordnetes Stadtbild zu erhalten. Im Rahmen des Wildkrautprojekts wird überwiegend Wildkraut auf befestigten Flächen im öffentlichen Verkehrsraum manuell und ohne den Einsatz von Herbiziden beseitigt.

Nach Einschätzung der Stadt geht die Entfernung der Wildkräuter an neuralgischen Stellen gut voran. Mittlerweile hat die Stadt auch Infrarotbrenner angeschafft, um noch effektiver gegen die Wildkräuter vorgehen zu können. Wünschenswert wäre eine Ausweitung auf die Stadtteile. Erhalt und Pflege der vorhandenen Infrastruktur sollte als mindestens ebenso wichtig erachtet werden wie Neuanlagen.
Dazu gehört nicht zuletzt eine ordentliche Grünpflege. Die allerdings ist mit nur zehn Saisonkräften in einer Großstadt nicht zu leisten. Eine Aufstockung des Personals ist überfällig. Einsparmöglichkeiten, um das zu realisieren, sollte sich bei einem Hunderte-von-Millionen-Euro-Haushalt finden lassen. Die Bürger würden es danken.










