In den Stadtteilen wuchert das Unkraut

Wildwuchs gegenüber der Polizei an der Friedrich-Voigtländer-Straße. ©BiF
Wildwuchs gegenüber der Polizei an der Friedrich-Voigtländer-Straße. ©BiF

Verwaltung geht Hinweisen von Bürgern offenbar nur unzureichend nach

● Priorität in der Innenstadt
● Zu wenige Saisonkräfte

Während in der Innen­stadt Braun­schweigs Bemühungen der Stadt­ver­wal­tung erkennbar sind, lässt die Grünpflege in den Stadt­teilen zu wünschen übrig. Die Bürger beschweren sich zunehmend über ein ungepflegtes Erschei­nungs­bild der öffent­li­chen Bereiche bis hin zu möglichen Gefah­ren­stellen durch mangel­haften Rückschnitt oder Besei­ti­gung von Unkraut. Betrof­fene Bürger berichten, dass die Stadt ihren Hinweisen, wenn überhaupt, nur schlep­pend nachgeht.

Wildkraut wächst unbeachtet – Stadtteile warten auf Pflege

Die Stadt konzen­triert sich offenbar bei ihrem Wildkraut­pro­jekt auf die inner­städ­ti­schen Bereiche. Zehn Saison­kräfte von April bis November werden dort einge­setzt, um die Verkehrs­si­cher­heit, die Substanz von befes­tigten Verkehrs­flä­chen und ein geord­netes Stadtbild zu erhalten. Im Rahmen des Wildkraut­pro­jekts wird überwie­gend Wildkraut auf befes­tigten Flächen im öffent­li­chen Verkehrs­raum manuell und ohne den Einsatz von Herbi­ziden beseitigt.

Nach Einschät­zung der Stadt geht die Entfer­nung der Wildkräuter an neural­gi­schen Stellen gut voran. Mittler­weile hat die Stadt auch Infra­rot­brenner angeschafft, um noch effek­tiver gegen die Wildkräuter vorgehen zu können. Wünschens­wert wäre eine Auswei­tung auf die Stadt­teile. Erhalt und Pflege der vorhan­denen Infra­struktur sollte als mindes­tens ebenso wichtig erachtet werden wie Neuan­lagen.
Dazu gehört nicht zuletzt eine ordent­liche Grünpflege. Die aller­dings ist mit nur zehn Saison­kräften in einer Großstadt nicht zu leisten. Eine Aufsto­ckung des Personals ist überfällig. Einspar­mög­lich­keiten, um das zu reali­sieren, sollte sich bei einem Hunderte-von-Millionen-Euro-Haushalt finden lassen. Die Bürger würden es danken.

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